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18.05.2022 – Leben
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Trinkwasser – das qualitätskontrollierte und hoffentlich immer verfügbare Lebensmittel

Sauberes Trinkwasser ist nicht nur ein wichtiges Lebensmittel, sondern auch eine sehr wertvolle Ressource. Darum ist die eww Gruppe stets bemüht, diese zu erhalten und auch für die kommenden Generationen zu schützen. Denn Wasser ist unser Lebenselixier, welches die Basis für ein gesundes Leben und eine gesunde Wirtschaft ausmacht.

Wasserversorger sind laufend dabei, mit nachhaltigen Investitionen, die Versorgung mit Trinkwasser zu verbessern. Ein 15.500 Liter fassender Edelstahl-Hochbehälter und die Generalsanierung des Hochbehälters in Edtholz sind nur zwei Beispiele für die laufende Sicherstellung der Trinkwasserqualität durch die eww Gruppe.

Das Welser Wasser wird ständig kontrolliert und weist immer eine bakteriologisch einwandfreie Beschaffenheit auf. Pestizide sind ebenfalls nicht nachweisbar und die Nitratwerte liegen bei etwa 10 mg/l. Somit haben die Welserinnen und Welser und auch die umgebenden Gemeinden stets hervorragendes naturbelassenes Trinkwasser zur Verfügung.

Wie erfolgt die Trinkwasseruntersuchung?

Um „normales“ Wasser zu Trinkwasser zu machen, muss ein Trinkwasserbefund durchgeführt werden. Dieser stellt fest, ob das getestete Wasser ohne Gefährdung der menschlichen Gesundheit getrunken oder verwendet werden kann. Der Trinkwasserbefund besteht aus drei Teilen, wobei jeder Teilbereich in Ordnung sein muss:

  • Lokalaugenschein:
    Zunächst wird festgestellt, ob die Versorgungsanlage dem Stand der Technik entspricht und sich auch in der nahen Umgebung nichts befindet, was Verunreinigungen hervorrufen könnte.
  • Chemisch-physikalischer Befund:
    Im nächsten Schritt werden Geschmack, Geruch, Farbe, Nitratgehalt, pH-Wert und Kalk- sowie Eisenanteil untersucht.
  • Bakteriologischer Befund:
    Zum Schluss wird das Wasser noch auf Oberflächen- und Fäkalkeime kontrolliert.

Erst wenn alle drei Schritte durchgeführt wurden und einwandfrei sind, darf das Wasser​​​​​​​ als Trinkwasser deklariert werden.

Interessante Randnotiz: Handelsübliches Mineralwasser gilt nicht als Lebensmittel, sondern als Nahrungsmittel. Denn: Mineralwasser wird nicht von allen Menschen gleich gut vertragen. Trinkwasser (in den meisten Fällen handelt es sich hier um Leitungs- oder Brunnenwasser) hingegen schon.

Blackout: Trinkwasser ist im wahrsten Sinne ein Überlebensmittel

Sollte es je zu einem Blackout kommen, sind nur wenige Dinge wichtig, diese dann aber überlebenswichtig. Hierzu zählt in jedem Fall sauberes Trinkwasser.

Wolfgang Nöstlinger
Wolfgang Nöstlinger
Vorstandsdirektor eww Gruppe

„Die Trinkwassernutzung als Lebensmittel und für die Hygiene hat im Krisenfall absoluten Vorrang. Vor allem in großen Städten besteht die Gefahr von Seuchen, wenn es kein Wasser gibt und damit die WC-Spülungen ausfallen. Die Wasserwerke sind darauf eingerichtet, auch im Notfall den täglichen Bedarf an Trinkwasser zum Kochen und Trinken und die Hygiene liefern zu können." (OTS

Österreich ist für den Blackout Fall gut gerüstet, dennoch sind weitere Investitionen und Eigenverantwortung wichtig. Rund 5.500 Trinkwasserversorger kümmern sich um die reibungslose und sichere Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser. Da die Art der Trinkwasserversorgung aufgrund der topografischen Umstände landesweit sehr unterschiedlich ist, sind auch die Vorkehrungen für ein Blackout verschieden:

  • Gebiete, die mit Wasser aus den Alpen versorgt werden, können auch ohne Strom​​​​​​​ auf ihr Trinkwasser zurückgreifen, da es durch den Höhenunterschied ohnehin ohne Pumpe zu den Haushalten transportiert werden kann.
  • Im Alpenvorland dagegen muss das Wasser aus Brunnen gepumpt werden. Deshalb wird hier mit Notstromaggregaten vorgesorgt, um bei einem Blackout handlungsfähig zu bleiben.
  • Im Süden von Österreich, genauer gesagt in der Stadt Villach, wird wiederum die Trinkwasserversorgung über ein „Wassermobil“ gesichert. Dieses kann im Ernstfall energie- und witterungsunabhängig einzelne Netzbereiche, Betriebe und Objekte mit Trinkwasser versorgen.

Um als Bürgerin oder Bürger gut auf ein Blackout inklusive Wasserengpass vorbereitet zu sein, empfiehlt es sich, über diese regionalen Besonderheiten Bescheid zu wissen oder sich zu informieren. Fragen Sie bei Ihrem Trinkwasserversorger nach, welche Vorkehrungen für Ihr Gebiet sinnvoll sind.

  • Es ist ratsam, Wasser in Flaschen auf Vorrat zu haben – etwa 2 Liter pro Person und Tag für 2 Wochen.
  • Das Befüllen von Badewannen oder anderen Behältern mit Trinkwasser ist bei einem Blackout hingegen keine gute Idee, da dies die Trinkwasserversorger bei ihrer Arbeit, die Wasserversorgung ohne Strom in Gang zu bringen, erheblich behindern kann.
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