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Ein Pufferspeicher nimmt überschüssige Heizwärme auf und gibt sie später wieder an das Heizsystem ab. Obwohl der Speicherbehälter selbst nur wenige bewegliche Teile besitzt, können Luft, Druckschwankungen, undichte Anschlüsse oder fehlerhafte Komponenten seine Funktion beeinträchtigen. Eine regelmäßige Pufferspeicher Wartung hilft, solche Probleme frühzeitig zu erkennen und einen zuverlässigen Heizbetrieb zu sichern.
Ein Heizwasser-Pufferspeicher ist wartungsarm, aber nicht vollständig wartungsfrei. Kontrolliert werden sollten vor allem Dichtheit, Entlüftung, Anlagendruck, Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsbauteile, Temperaturfühler und Dämmung.
Der Pufferspeicher ist Teil eines geschlossenen Heizsystems. Seine Funktion hängt von zahlreichen weiteren Komponenten ab. Dazu zählen beispielsweise die Umwälzpumpe, Ventile, Temperaturfühler, Entlüftungseinrichtungen und das Ausdehnungsgefäß.
Bei der Wartung werden Speicher, Pumpen und Ventile unter anderem auf Beschädigungen, Korrosion, Verschmutzungen und Leckagen kontrolliert. Im Mittelpunkt stehen häufig die Anschlüsse und Übergänge zwischen den Komponenten. Der Hersteller Viessmann bezeichnet Heizwasser-Pufferspeicher grundsätzlich als wartungsarm, empfiehlt aber ihre Einbindung in die regelmäßige Heizungswartung.
Eine regelmäßige Kontrolle unterstützt:
Auch die eww Anlagentechnik weist darauf hin, dass eine regelmäßige Heizungswartung unerwartete Ausfälle vermeiden und Energieverschwendung reduzieren kann.
Nein. Ein Heizwasser-Pufferspeicher ist zwar wartungsarm, sollte aber regelmäßig kontrolliert werden. Der Speicherbehälter benötigt normalerweise weniger Wartung als ein Wärmeerzeuger mit beweglichen oder verbrennungsrelevanten Bauteilen. Dennoch können an Anschlüssen, Ventilen, Fühlern und Pumpen Verschleiß oder Funktionsstörungen entstehen.
Ein reiner Heizwasser-Pufferspeicher ist außerdem von einem Trinkwarmwasserspeicher zu unterscheiden. Er enthält sauerstoffarmes Heizungswasser und muss bei geeigneter Wasserqualität in der Regel nicht regelmäßig entkalkt werden. Für Kombi- oder Hygienespeicher können aufgrund ihrer zusätzlichen Bauteile andere Anforderungen gelten. Maßgeblich sind deshalb immer:
Ein allgemein verbindliches Wartungsintervall für alle Pufferspeicher gibt es nicht. Die notwendigen Abstände richten sich nach dem Speicher, dem Wärmeerzeuger und den Vorgaben des Herstellers. In der Praxis bietet es sich an, den Speicher im Rahmen der regelmäßigen Heizungswartung kontrollieren zu lassen. Eine zusätzliche Überprüfung ist sinnvoll, wenn sich der Betrieb erkennbar verändert. Typische Warnzeichen sind:
Der genaue Umfang richtet sich nach dem Heizsystem. Typische Prüfbereiche sind:
| Prüfbereich | Mögliche Kontrolle |
|---|---|
| Speicherbehälter | Sichtprüfung auf Feuchtigkeit, Rost und Beschädigungen |
| Anschlüsse | Kontrolle auf Undichtheiten und lockere Verbindungen |
| Entlüftung | Funktion von manuellen oder automatischen Entlüftern |
| Anlagendruck | Kontrolle des Manometers und der Druckschwankungen |
| Ausdehnungsgefäß | Prüfung von Vordruck, Membran und Dimensionierung |
| Sicherheitsventil | Kontrolle auf Funktion und Wasserverlust |
| Temperaturfühler | Plausibilitätsprüfung der gemessenen Werte |
| Pumpen und Ventile | Funktionsprüfung und Kontrolle der Einstellungen |
| Dämmung | Prüfung auf offene, beschädigte oder verschobene Bereiche |
| Heizungswasser | Beurteilung von Farbe, Partikeln und Wasserqualität |
| Filter und Abscheider | Kontrolle und gegebenenfalls fachgerechte Reinigung |
Die Wartung sollte sich nicht auf den Behälter beschränken. Gerade Probleme an den Übergängen zwischen Pufferspeicher, Pumpen und Ventilen können den gesamten Heizbetrieb beeinträchtigen.
Luft im Heizsystem macht sich häufig durch Geräusche oder eine ungleichmäßige Wärmeverteilung bemerkbar. Mögliche Anzeichen sind:
Luftblasen können die Wärmeübertragung und den Transport des Heizungswassers beeinträchtigen. Da beim Entlüften neben Luft auch eine geringe Wassermenge austreten kann, sinkt anschließend möglicherweise der Systemdruck.
Nicht jedes Geräusch stammt direkt aus dem Pufferspeicher. Auch Rohrleitungen, Ventile und Pumpen können Strömungs-, Klopf- oder Vibrationsgeräusche verursachen. Treten die Geräusche wiederholt auf, sollte deshalb die gesamte Anlage betrachtet werden.
Ein Pufferspeicher wird über eine dafür vorgesehene Entlüftungseinrichtung entlüftet. Diese kann sich am Speicher, an einer angeschlossenen Leitung oder an einem hohen Punkt des hydraulischen Systems befinden. Bauart und Position unterscheiden sich je nach Anlage. Viessmann weist darauf hin, dass Heizwasser-Pufferspeicher mit Entlüftungsventilen ausgestattet sein können und die Entlüftung durch einen Fachpartner erfolgen kann. Vor einer Entlüftung sind folgende Punkte wichtig:
Bei heißem Heizungswasser besteht Verbrühungsgefahr. Automatische Entlüfter und sicherheitsrelevante Bauteile sollten nicht demontiert, blockiert oder ohne Fachkenntnis verstellt werden.
Eine einfache Entlüftung kann bei manchen Anlagen selbst möglich sein, wenn das Ventil eindeutig gekennzeichnet, gut erreichbar und die Vorgehensweise in der Bedienungsanleitung beschrieben ist. Ein Fachbetrieb sollte die Arbeit übernehmen, wenn:
Das bloße Ablassen von Luft behebt außerdem nicht automatisch die Ursache. Wiederkehrende Lufteinschlüsse können auf Probleme mit Druckhaltung, Anschlüssen oder dem Ausdehnungsgefäß hinweisen. Neben Undichtheiten gehören ein falscher Vordruck oder eine beschädigte Membran des Ausdehnungsgefäßes zu möglichen Ursachen für wiederkehrende Druckprobleme.
Der richtige Druck hängt von der Höhe und dem Aufbau der Heizungsanlage ab. Ein pauschaler Wert ist deshalb nicht für jedes Gebäude geeignet. Als überschlägige Orientierung wird folgende Formel verwendet: Systemdruck = Höhenunterschied in Metern × 0,1 + 0,5 bar
Beträgt der Höhenunterschied zwischen Wärmeerzeuger und höchstem Heizkörper zehn Meter, ergibt sich daraus beispielsweise ein Richtwert von etwa 1,5 bar. Entscheidend bleiben jedoch die Herstellerangaben, die Markierungen am Manometer und die Einstellung des Ausdehnungsgefäßes. Nach dem Entlüften sollte geprüft werden:
Starke Schwankungen können auf ein Problem mit dem Ausdehnungsgefäß hinweisen.
Wiederkehrender Druckverlust ist kein normaler Dauerzustand. Häufiges Nachfüllen ersetzt keine Ursachenprüfung. Mögliche Ursachen sind:
Sinkt der Druck nach dem Nachfüllen innerhalb kurzer Zeit erneut, spricht dies häufig für einen Wasserverlust oder eine Störung der Druckhaltung. Ein defektes Ausdehnungsgefäß kann dazu führen, dass der Druck beim Erwärmen stark steigt, das Sicherheitsventil öffnet und der Druck im kalten Zustand anschließend deutlich abfällt.
Kontrollieren Sie sichtbare Anschlüsse, den Boden unter dem Speicher und den Ablauf des Sicherheitsventils. Bleibt die Ursache unklar, ist eine Dichtheitsprüfung durch einen Installationsfachbetrieb erforderlich.
Das Heizungswasser beeinflusst Korrosion, Ablagerungen und die Funktion empfindlicher Bauteile. Beim Nachfüllen müssen daher die Herstelleranforderungen sowie die geltenden Vorgaben zur Wasserqualität berücksichtigt werden. Ungeeignetes Füllwasser kann:
Viessmann empfiehlt, das Nachfüllen im Zweifel einem Fachbetrieb zu überlassen, da verunreinigtes oder ungeeignetes Wasser Schäden verursachen kann.
Eine Leckage zeigt sich nicht immer durch eine große Wasserpfütze. Kleine Undichtheiten können zunächst nur geringe Spuren hinterlassen. Achten Sie auf:
Verdeckte Leckagen in Wänden oder Böden können Fachbetriebe beispielsweise mit Wärmebildtechnik, Ultraschallmessung oder abschnittsweisen Druckprüfungen eingrenzen.
Fachliche Unterstützung ist besonders wichtig bei:
Die Fachkräfte der eww Anlagentechnik überprüfen die Heizungsanlage und beurteilen, ob Speicher, Pumpen, Ventile, Regelung und Druckhaltung ordnungsgemäß zusammenarbeiten. Eine regelmäßige Wartung unterstützt einen zuverlässigen Betrieb und kann unnötige Energieverluste vermeiden.
Heizungsanlage warten & prüfen
Eine pauschale Lebensdauer lässt sich nicht festlegen. Entscheidend sind unter anderem:
Ein Austausch ist häufig erst erforderlich, wenn der Behälter selbst undicht oder stark korrodiert ist. Defekte Anbauteile wie Fühler, Pumpen, Ventile oder Teile der Dämmung können dagegen oft separat ersetzt werden.
Eine Entlüftung erfolgt normalerweise bei erkennbaren Luftproblemen oder im Zuge einer Wartung. Muss häufig entlüftet werden, sollte die Ursache geprüft werden.
Bei vielen Anlagen wird die Pumpe vor dem Entlüften abgeschaltet, damit sich Luft an hohen Punkten sammeln kann. Die Herstelleranleitung der konkreten Anlage hat Vorrang.
Bei geeigneter Heizungswasserqualität ist eine regelmäßige Entkalkung eines reinen Heizwasser-Pufferspeichers normalerweise nicht erforderlich. Andere Anforderungen können für Speicher mit Trinkwasserkomponenten gelten.
Ein Austausch kann bei einer nicht reparierbaren Undichtheit, fortgeschrittener Korrosion oder einem schweren mechanischen Schaden notwendig sein. Defekte Zubehör- und Anbauteile erfordern nicht automatisch einen kompletten Speichertausch.
Eine fachgerechte Wartung eines Pufferspeichers umfasst mehr als einen Blick auf den Speicherbehälter. Auch Entlüfter, Anschlüsse, Pumpen, Ventile, Temperaturfühler, Anlagendruck und Ausdehnungsgefäß müssen zuverlässig funktionieren.
Geräusche, wiederkehrender Druckverlust oder Feuchtigkeit sollten frühzeitig geprüft werden. Die eww Anlagentechnik unterstützt Privatkunden und Unternehmen im Großraum Wels bei der Wartung und fachlichen Beurteilung ihrer Heizungsanlagen. Neben der technischen Kontrolle beeinflussen auch Temperaturen, Pumpeneinstellungen, Dämmung und Hydraulik den Energiebedarf.


