22.10.2026 – News – Verantwortung
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Wels hat die sauberste und günstigste Fernwärme Österreichs

Die Welser Fernwärme liegt im Österreichvergleich gleich zweimal auf Platz eins: Sie weist die niedrigsten CO₂-Emissionen pro Kilowattstunde auf und ist gleichzeitig am günstigsten. Das zeigt ein aktueller Vergleich aller österreichischen Städte ab 30.000 Einwohnern mit Fernwärmeversorgung.

Andreas Rabl und Florian Niedersüß mit den Ergebnissen zum Nachhaltigkeitsbericht

Mit nur 23 Gramm CO₂ pro Kilowattstunde hat Wels die sauberste Fernwärme unter den zwölf untersuchten Städten. Zum Vergleich: Im zweitplatzierten Villach sind es 43 Gramm, in Klagenfurt 53 Gramm. Die Emissionen wurden von ClimatePartner anhand öffentlich zugänglicher Daten und mit Emissionsfaktoren des Umweltbundesamtes berechnet.

Auch beim Preis liegt Wels vorne: Ein Referenzhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 7.000 Kilowattstunden und einer Anschlussleistung von acht Kilowatt bezahlt in Wels jährlich 965 Euro brutto. In Linz, der zweitgünstigsten Stadt, sind es bereits 1.124 Euro. Der Preisvergleich basiert auf den Daten der Österreichischen Energieagentur.

Nachhaltige Fernwärme zahlt sich aus

Hinter den Spitzenplätzen steht die langfristige Fernwärmeoffensive der eww Gruppe. Während die Welser Fernwärme 2007 noch vollständig aus Erdgas erzeugt wurde, stammten 2025 bereits mehr als 96 Prozent der Wärme aus nachhaltigen Quellen. Den größten Beitrag leistet dabei die Abwärme aus der Welser Abfallverwertung, ergänzt durch Biomasse und Sonnenenergie.

Dadurch konnten die CO₂-Emissionen der Fernwärme seit 2012 um fast 89 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig ist die Versorgung weniger abhängig von den Preisentwicklungen auf den internationalen Energiemärkten. Auch der Ausbau schreitet voran: Die Zahl der mit Fernwärme versorgten Menschen in Wels und Thalheim ist seit 2015 um 48 Prozent auf über 40.000 gestiegen.

 

Klimabilanz zeigt weitere Fortschritte

Neben dem Fernwärmevergleich präsentierte die eww Gruppe ihre aktuelle Klimabilanz. Die CO₂-Emissionen der Versorgungsprodukte Strom, Erdgas, Fernwärme, Wasser und Abwasser für die von eww versorgten Haushalte sind seit 2012 um 60,2 Prozent gesunken – von rund 58.000 auf 23.100 Tonnen jährlich.

Darüber hinaus hat die eww Gruppe freiwillig einen neuen Nachhaltigkeitsbericht nach dem europäischen VSME-Standard veröffentlicht. Er dokumentiert die Aktivitäten und Kennzahlen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.

 

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