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Hohe Ladeleistungen, unterschiedliche Einsatzprofile und eine Busflotte, die weiter elektrifiziert werden soll: Für Blaguss hat eww Anlagentechnik am Wiener Standort eine schlüsselfertige Gesamtlösung aus Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher, Photovoltaik und Energiemanagement umgesetzt.
Christian Born, Bereichsleiter Fuhrpark, Immobilien und Infrastruktur bei der Blaguss Gruppe, erklärt, was eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur für eine Busflotte können muss – und warum Blaguss dabei auf eww Anlagentechnik gesetzt hat.
Herr Born, was waren für Sie die zentralen Anforderungen an die neue Ladeinfrastruktur?
Für uns standen vor allem hohe technische Verfügbarkeit, Betriebssicherheit, einfache Bedienbarkeit und langfristige Skalierbarkeit im Vordergrund. Gerade im Busbetrieb muss die Ladeinfrastruktur zuverlässig funktionieren, weil ein Fahrzeug, das aufgrund eines Ladeproblems nicht einsatzbereit ist, unmittelbar Auswirkungen auf den Betrieb hat.
Und die Skalierbarkeit?
Uns war wichtig, die Infrastruktur nicht nur für den heutigen Bedarf auszulegen, sondern die weitere Elektrifizierung unserer Flotte mitzudenken – zusätzliche Ladepunkte, höhere Ladeleistungen und die Integration weiterer elektrischer Verbraucher und Erzeugungsanlagen.
Warum ist die Wahl nach der Ausschreibung auf eww Anlagentechnik gefallen?
Ausschlaggebend waren das überzeugende Preis-Leistungs-Verhältnis, die technische Kompetenz und vor allem die Möglichkeit, das Projekt als schlüsselfertige Gesamtlösung aus einer Hand umzusetzen. eww hat als Generalunternehmer die Leistungen vom Tiefbau über Elektroinstallation, Montage und Inbetriebnahme bis zur Integration von Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher, Photovoltaik, Energiemanagement und bestehender Infrastruktur übernommen.

„Elektromobilität im Busbetrieb funktioniert nur, wenn Technik, Energie und Betrieb perfekt zusammenspielen. Mit eww Anlagentechnik haben wir eine Gesamtlösung geschaffen, die heute zuverlässig funktioniert und gleichzeitig mit unserer Flotte in die Zukunft wächst.“
Was macht die Ladeinfrastruktur an Ihrem Standort besonders anspruchsvoll?
Eine besondere Herausforderung ist, dass wir sehr unterschiedliche Einsatzprofile miteinander verbinden müssen. Bei Reisebussen sind Ankunftszeiten, Standzeiten und der nächste Fahrzeugeinsatz teilweise schwer vorhersehbar. Bei Sightseeing- und Linienbussen sind die Fahrpläne wesentlich planbarer. Die Ladeinfrastruktur muss mit beiden Welten umgehen können.
Wie löst man das technisch?
Entscheidend war für uns ein skalierbares System mit intelligentem Charge Management, das perspektivisch mit Fahrplan- und Dispositionsdaten verknüpft werden kann. Dadurch kann das System erkennen, welches Fahrzeug wann wieder benötigt wird, und die verfügbare Ladeleistung entsprechend priorisieren.
Und für die Fahrer im Alltag?
Ebenso wichtig ist die einfache Bedienung. Im Idealfall soll der Chauffeur das Fahrzeug nur anschließen müssen. Funktionen wie Plug & Charge, automatische Fahrzeugidentifikation sowie die mobile Anzeige von Ladezustand und Ladefortschritt reduzieren Fehlerquellen und vereinfachen den täglichen Betrieb erheblich. Die jetzt realisierte Anlage ist bewusst als erste große Ausbaustufe konzipiert – vorbereitet für weitere Fahrzeuge und Ladepunkte.
Warum reicht es nicht, einfach Ladesäulen aufzustellen?
Die Elektrifizierung eines Busdepots ist wesentlich mehr als die Installation von Ladestationen. Mit zunehmender Zahl elektrischer Fahrzeuge wird vor allem die verfügbare Netzleistung zum entscheidenden Faktor. Unser Ziel ist klar: Wir wollen unsere Flotte in den kommenden Jahren schrittweise auf nachhaltige elektrische Antriebe umstellen. Dafür müssen Ladeleistung, Energieverbrauch und Netzanschluss intelligent aufeinander abgestimmt werden.
Welche Rolle spielt der Batteriespeicher dabei?
Eine zentrale. Er ermöglicht uns, Lastspitzen zu reduzieren, Netzleistung effizienter zu nutzen und bei Bedarf kurzfristig zusätzliche Leistung für die Fahrzeugladung bereitzustellen. Gleichzeitig kann er wirtschaftlich genutzt werden, etwa in Verbindung mit dynamischen Strompreisen oder weiteren Flexibilitätsmöglichkeiten.
Und die Photovoltaikanlage?
Sie ergänzt das Konzept um lokal erzeugte erneuerbare Energie. Das Energiemanagement entscheidet laufend, wo die verfügbare Energie am sinnvollsten eingesetzt wird – direkt im Gebäude, für die Fahrzeugladung oder zur Beladung des Speichers. Darüber liegt das Energiemanagementsystem als übergeordnete Steuerung, während das Charge-Management-System die einzelnen Fahrzeuge und Ladepunkte steuert. So entsteht ein Gesamtsystem, das Energieerzeugung, Netzanschluss, Speicher und Fahrzeugbedarf intelligent miteinander verbindet.
Was bedeutet das konkret für den täglichen Betrieb?
Höhere Versorgungssicherheit, bessere Nutzung des vorhandenen Netzanschlusses, niedrigere Lastspitzen und langfristig niedrigere Energiekosten.
Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit eww Anlagentechnik erlebt?
Von Beginn an professionell, pragmatisch und sehr verlässlich. Besonders positiv war die fachliche Kompetenz der beteiligten Mitarbeiter. Man hatte in jeder Projektphase das Gefühl, mit Ansprechpartnern zu arbeiten, die sowohl die einzelnen Gewerke als auch das Gesamtsystem verstehen. Technische Fragen wurden schnell geklärt, Entscheidungen transparent vorbereitet und Lösungen gemeinsam mit uns entwickelt.
Wie lief die Umsetzung?
Auch in der Umsetzung hat eww sehr zuverlässig gearbeitet. Der vereinbarte Zeit- und Kostenrahmen wurde eingehalten. Schnittstellen zwischen den einzelnen Gewerken wurden sauber koordiniert, auftretende Themen unkompliziert gelöst. Besonders hervorheben möchte ich die Flexibilität und Lösungsorientierung während der Bauphase: Auch kleinere zusätzliche Leistungen oder notwendige Anpassungen wurden nicht zum Problem gemacht, sondern pragmatisch umgesetzt.
Ihr Fazit?
Die Erreichbarkeit war jederzeit sehr gut, Abstimmungen waren unkompliziert und die Zusammenarbeit erfolgte immer auf Augenhöhe. Am Ende haben wir eine schlüsselfertige und technisch sehr sauber umgesetzte Gesamtanlage erhalten. eww Anlagentechnik hat sich für uns als äußerst kompetenter und verlässlicher Partner erwiesen, den wir für vergleichbare Projekte ohne Einschränkung weiterempfehlen können.
Blaguss ist ein familiengeführtes Mobilitätsunternehmen in dritter Generation und seit über 95 Jahren im europäischen Personentransport tätig. Das Angebot reicht von Reisebusvermietung und Gruppenreisen über Linien-, Shuttle- und Transferverkehre bis zu Mobilitätslösungen für Großveranstaltungen. Die schrittweise Elektrifizierung der Busflotte ist ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie.
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