Wels Strom investiert 48 Millionen Euro in neues Traunkraftwerk

News-Beitrag | 23. Januar 2017

Ing. Friedrich Pöttinger, MSc, Bürgermeister Dr. Andreas Rabl, Bürgermeister Harald Piritsch und DI Franz Gruber, MBA

Es liefert dann 80 Prozent mehr Strom und deckt zu 80 Prozent den Bedarf der Stadt und einiger angrenzender Gemeinden

„Das Kraftwerk setzt nicht nur neue Maßstäbe in der Versorgungssicherheit, sondern auch nachhaltige Akzente für Natur und Umwelt“, unterstreicht Geschäftsführer Ing. Friedrich Pöttinger, MSc. 

Das 1899 errichtete Kraftwerk Traunleiten in der Gemeinde Steinhaus steht bekanntlich in einem geschützten Naturraum. Dementsprechend groß ist der ökologische Aufwand bei Abriss und Neubau. „Die dynamische Restwasserbewirtschaftung bringt neue Impulse für Vögel und Fische“, ist Pöttinger überzeugt. „Die ökologische Sichtweise wurde im gesamten Projektverfahren eingebunden. Beispielsweise werden durch einen neuartigen, 70 Meter breiten Rechen Fische besonders geschützt.“ Durch viele Maßnahmen werde der einzigartige Lebensraum für viele bereits selten gewordene und geschützte Tierarten abermals aufgewertet. Auch für die Naherholung werden Impulse geschaffen – mit einem attraktiven „Rundweg der fünf Sinne“ und einem Kraftwerksübergang. Übrigens wird das Kraftwerk von der Oberwasserseite aus nicht mehr sichtbar sein.

Es gibt volle Transparenz beim Bau: Mittels Kameras kann via Web jederzeit das rege Treiben auf der Großbaustelle verfolgt werden.

Vier Jahre lang wurde geplant, seit Dezember liegen alle Genehmigungen für das größte Projekt in der Unternehmensgeschichte vor. Der Wasserrechtsbescheid gilt bis zum Jahr 2104. Die Stadt Wels als Hälfte-Eigentümer hat am 16. Dezember 2016 zugestimmt. 

Zurzeit laufen die Vergabeverhandlungen, mit dem Bau wird in den nächsten beiden Jahren begonnen. Während der zweijährigen Bauzeit wird kein Strom produziert. Auch für die Stadt ist die Investition die größte in ihrer Geschichte. „Wir bekennen uns zu nachhaltiger Sicherung der Infrastruktur vor Ort. Mit diesem Jahrhundertprojekt werden 500 Arbeitsplätze ein Jahr lang gesichert“, freut sich Bürgermeister Dr. Andreas Rabl.