eww zieht in Wien den größten Auftrag ihrer Firmengeschichte an Land

News-Beitrag | 24. November 2016

V.l. Führungsteam Wilhelm Fritz (Anlagentechnik), Vorstand Florian Niedersüß, Markus Zeppetzauer (Energiekonzepte)

Für 40-Millionen-Deal am Austria Campus muss neue Montagehalle errichtet werden.

WELS. Die städtische eww Gruppe konnte sich bei einem Wiener Großprojekt gegen in- und ausländische Konkurrenz durchsetzen. Im zweiten Wiener Gemeindebezirk errichtet der Tiroler Immobilien-Tycoon Rene Benko den Austria Campus. Das 500- Millionen- Projekt ist die derzeit größte Baustelle in Österreich. „Wir bilden dort mit zwei Unternehmen aus Niederösterreich eine ARGE für sämtliche Elektroinstallationen. Das Auftragsvolumen beträgt 40 Millionen Euro“, verkündet eww Vorstand Florian Niedersüß.

„Es ist uns gelungen auf Basis einer Arbeitsgemeinschaft auch an ganz große Aufträge heran zu kommen, die bisher nur den Branchengrößen wie Siemens und Elin vorbehalten waren“.

Florian Niedersüß, eww-Vorstand
Für den höchstdotierten Auftrag in der Firmengeschichte soll eine 2000 m² große Montagehalle in der Wiesenstraße errichtet werden. „Unsere Kernkompetenz sind im Elektroanlagebau die Verteilersysteme. Die Arbeiten spielen sich großteils  in der Halle ab. Wir bringen die 1500 bestellten Verteiler in fertigem Zustand auf die Baustelle“, erklärt Niedersüß. Mit dem Projekt sind in Spitzenzeiten bis einschließlich 2018 rund 20 Mitarbeiter in der Verteilerbauhalle und 40 Kräfte auf der Baustelle beschäftigt. 30 Leasing-Kräfte werden befristet aufgenommen. Der Vertrag in Wien soll die Sparte Elektroanlagenbau weiter beflügeln: „Die bisher größten Projekte im Bereich Anlagentechnik waren alle in der Größenordnung von sieben bis zehn Millionen Euro. Mit diesem Projekt sprengen wir diese Grenze deutlich“, sagt  der eww-Chef. Vor zwei Jahren geriet die eww Sparte E-Anlagebau in die Kritik, nachdem die Kosten bei einem Großprojekt aus dem Ruder liegen. Dieses Risiko schließt Niedersüß für die Großbaustellen in Wien weitgehend aus: "Der Auftrag ist scharf Kalkuliert. Wir haben aber dazugelernt." Die ersten Arbeiten begannen kurz nach Vertragsabschluss: „Wir suchen noch Personal für diesen Auftrag und haben auf unserer Homepage die benötigten Jobs ausgeschrieben.“ Im zweiten Wiener Gemeindebezirk plant die Signa-Holding nahe dem Praterstern 303.000 m2 Bruttogeschoßfläche. Der Austria Campus besteht aus fünf Bürokomplexen mit eigener Infrastruktur. Mehr als die Hälfte der Bürofläche wird als Headquarter der Bank Austria genutzt. Weiters sind ein Hotel, Einzelhandelsflächen, Konferenzräume, ein Ärztezentrum, ein Kindergarten sowie ein Betriebsrestaurant geplant.

Von Erik Famler