Wie smart sind Sie schon? Internet of Things erobert die Welt.

News-Beitrag | 07. Januar 2019 | ITandTEL

Die Welt wird smart: Nutzen Sie Internet of Things schon in Ihrem Unternehmen? Welche IoT-Trends sind hilfreich, welche riskant? Wir haben die Antworten für Sie!

Geräte über Webbefehle verknüpfen, um den Menschen im Alltag zu unterstützen: Beim Internet of Things (IoT) geht es nicht mehr um technische Spielereien. Inzwischen gibt es schon praktikable Lösungen, die die Wirtschaft und unser Leben nachhaltig verändern werden. Das zeigte sich beim 4. „IoT Solutions World Congress“ kürzlich in Barcelona deutlich. 

Und noch etwas wurde klar: Unternehmen sollten schnell auf diesen innovativen Zug aufspringen. Denn die Konsumenten sind der smarten Welt gegenüber heute deutlich aufgeschlossener – egal, in welchem Alter. Auch Senioren fühlen sich wohl im Smart Home und haben keine Angst mehr vor sprechenden Waschmaschinen. Bis 2020 sollen weltweit mehr als 20 Milliarden Smart Devices im Einsatz sein, schätzt der Marktforschungsriese Gartner – das wären dreimal mehr als im Vorjahr. 

Die Palette möglicher IoT-Anwendungen für Unternehmen erscheint gigantisch. Produktionen lassen sich effizienter planen, steuern und überwachen. Vermarkter können gezielt auf Wünsche der Kunden eingehen und werden auf anderen Wegen mit ihnen kommunizieren – zum Beispiel mit Chatbots, den virtuellen Assistenten.

Das sind die IoT-Trends 2019
Der Einsatz künstlicher Intelligenz ist somit auch einer der großen IoT-Trends 2019. Das Auto der Zukunft verhindert zum Beispiel durch Sensoren und Analysen einen Unfall. Und ruft – sollte doch etwas passieren – natürlich selbstständig den Notarzt. 

Ebenfalls hoch im Kurs: Das Arbeiten mit digitalen Zwillingen. Damit ist die digitale Kopie eines realen Objekts gemeint. Sie macht es möglich, ein Produkt vor der physischen Herstellung auf Herz und Nieren virtuell zu planen und zu testen. Beispiel Maserati: Der italienische Sportwagen-Hersteller hat von einem neuen Automodell einen digitalen Zwilling aus tausenden Einzelteilen erschaffen und ihr Zusammenspiel im Computer simuliert. Das hat die Entwicklungszeit des Prototyps um drei Jahre verkürzt. 

Der dritte große IoT-Trend 2019 lautet Edge Computing. Was es damit in der Praxis auf sich hat, erklärt Bereichsleiter DI Bernhard Peham von eww ITandTEL im folgenden Interview. Als Experte in Fragen der Digitalisierung zeigt er auch Chancen und Risiken des Internet of Things auf.

Herr Peham, das „Internet of Things“ (IoT) gewinnt rasant an Bedeutung. Wie bewerten Sie diese Technologie?

Man muss das IoT der Sensorik und das IoT der Aktoren unterscheiden. Das IoT der Sensorik ist super – wenn zum Beispiel Messgeräte automatisch vor Gefahren warnen. Da sind viele Einsatzbereiche denkbar, die wir erst erschließen müssen – weil das betreffende Gerät uns zwar interessante Daten liefern könnte, aber keine Stromversorgung hat; zum Beispiel ein Thermometer.

Dafür brauchen wir noch schlaue Lösungen, um mit geringstem Strombedarf Daten über Funk zu senden. Beim IoT der Aktoren agieren Geräte quasi selbstständig. Das Licht geht automatisch an, ein Schranken hebt sich, die Heizung startet. In diesem Bereich kanns gruselig werden.

„Es gibt keine fehlerfreie Software“
Was meinen Sie damit? Wo sehen Sie die Risiken des IoT?

Mit dem IoT der Aktoren verändern wir die Welt – es braucht also einen verantwortungsvollen Umgang damit. Es könnte auch jemand Zugang zu einer Steuerung bekommen, der damit nichts Gutes vorhat. Das gilt es zu verhindern. Und noch ein Risiko: Es gibt keine fehlerfreie Software. Hier sind Computer am Werk – Wer stellt sicher, dass mögliche Fehler korrigiert werden? Es gibt da also viele ungelöste Fragen, die uns noch beschäftigen werden.

„Edge Computing“ ist einer der IoT-Trends 2019. Was ist damit gemeint?

Heute nutzt man für viele Dienste Rechner in der Cloud, die für alle zugänglich ist. Aber das reicht nicht: Ein Unternehmen muss auch Computer vor Ort haben, die allein für diesen Betrieb da sind. Das sind Computer am Rand – also am „edge“ – des Netzes. Ein Beispiel für „Edge Computing“ ist eine Logistikanlage, die entscheidet, ob ein Paket auf das linke oder rechte Förderband fällt. Es wäre unnötig und auch unwirtschaftlich, diese Daten über eine Cloud zu schicken.

„Cloud und Edge Computing: Eine spannende Kombination“
In welcher Form macht „Edge Computing“ noch Sinn?

Spannend ist die Kombination – also die Verknüpfung von Cloud und Edge Computing. Bleiben wir beim Logistikbeispiel: Die Daten des Förderbandes sind nur für den Betrieb selbst von Interesse. Er kann aber in diesem Prozess auch Daten ermitteln, die für die Cloud interessant sind – indem er zum Beispiel dem Kunden mitteilt, wo sich sein Paket gerade befindet.

Potenzial für solche IT-Lösungen gibt es in vielen Unternehmen. Aber nicht alle sind fachlich so fit, um diese Lösungen selbst zu realisieren. Was raten Sie?

Es kann sinnvoll sein, sich Spezialisten zu holen. Wir von eww ITandTEL unterstützen auch beim Design der IT-Architektur. Cloud-Dienste sind nützlich, aber einiges kann man nur vor Ort entscheiden. Wir erörtern mit dem Kunden persönlich, welche Bedürfnisse und Aufgabenstellung er hat und überlegen uns dann, welche aus der Fülle der Möglichkeiten für ihn sinnvoll sind. 

Wir von eww ITandTEL wünschen Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2019 mit vielen spannenden Erfahrungen zum Thema Internet of Things! Wenn Sie wissen möchten, wie Sie IoT für Ihr Unternehmen nutzen können: Unsere Experten beraten Sie gerne! info@itandtel.at