Fernwärmeenergie wird in Form von heißem Wasser über ein wärmeisoliertes Rohrleitungssystem zu den Hausanlagen der Kunden transportiert. An dieses eng vernetzte ober- und unterirdische Rohrleitungssystem sind zum einen die Verbraucher - Wohnungen, Schulen, Krankenhäuser und andere öffentliche Gebäude -, zum anderen die Erzeuger, die das vom Verbraucher abgekühlte, im Netz befindliche, Wasser wieder anwärmen, angeschlossen. In diesem Rohrleitungssystem sind eine Vorlaufleitung (heißes Wasser) und eine Rücklaufleitung (abgekühltes Wasser) in einem in sich abgeschlossenen Kreislauf zusammengeschaltet. Pumpen sorgen für die Verteilung des Wassers im Netz und erzeugen den Druck, der das Verdampfen des heißen Wassers verhindert. Mit optimaler Temperatur gelangt das Wasser in den Heizkörper.

Wärmeübergabe im Haus
Die Wärmeabgabe an die Verbraucher erfolgt in den Umformerstationen, die im Keller der Häuser stationiert sind. Dort wird das in der Hausanlage zirkulierende Heizungswasser durch das Fernheizwasser erwärmt. Wenn Sie also das Ventil Ihres Heizkörpers aufdrehen oder Ihre Badewanne mit warmem Wasser füllen, benützen Sie nicht das Heißwasser aus dem Fernwärmenetz, sondern das durch den Umformer erwärmte Trinkwasser bzw. Heizungswasser.